Visit-a-Church
Key Image Stabkirche Hahnenklee
Professor-Mohrmann-Weg 1
38644 Goslar (Hahnenklee)
Deutschland
Konfession: Ev.-luth.
Geogr. Koordinaten: 51,85708° N, 10,34042° O
Geo Location
Referenzjahr: 1908
Beschreibung: Holzbau mit erhöhtem Zentralraum sowie Chor mit Apsis nach dem Vorbild norwegischer Stabkirchen, insbesondere der von Borgund, dessen auf einem Steinsockel stehendes erstes Geschoss aus senkrecht stehenden Balken mit vorgeblendeten Holzsäulen besteht und von einem schindelgedeckten Staffeldach bedeckt wird; ein Glockenturm ist mittels eines Übergangs als Brücke mit dem Kirchenschiff verbunden
Namensgebung: Nach dem schwedischen König Gustav Adolf II.
Baumaterial
  • Fichtenholz aus der Umgebung auf einem gemauerten Sandsteinsockel, der vor der Sanierung das Wasser an die Holzkonstruktion gezogen hat; im Unterschied dazu sind die norwegischen Stabkirchen auf einem Granitsteinsockel errichtet, der die Feuchtigkeit vom Holz fernhält
Glocken
  • Vieroktaviges Carillon mit 49 Glocken, in die auch die 4 Läuteglocken einbezogen sind; 1976 wurde ein kleines Carillon mit 18 Glocken im Dachreiter installiert, 2001 wurde der Glockenturm restauriert und dort das Carillon untergebracht und bis 2005 auf 49 Glocken erweitert
Außenanlagen
  • Westturm mit Würfelkreuz
Sehenswert
  • Dreistufiger Dachreiter mit fünffacher Kreissymbolik (Christus und 4 Evangelisten)
Altar
  • Werk des Bildhauers Hans Seegebarth und des Malers Karl Böhlmann; Schnitzwerk, das Verkündigung, Kreuzigung und Jüngstes Gericht darstellt
Kanzel
  • auf dem Kanzelkorb ein Kreuz des Lebens, aus dem Blätter und Blüten hervortreiben
Orgel
  • Firma Goll aus Luzern, 1994, mit 27 Registern auf 2 Manualen und Pedal
Fenster
  • Bleigefasste Bullaugen mit nordischen Runenzeichen
Sehenswert
  • Der Innenraum als erhöhter Zentralraum – von 14 Masten/Stäben gegliedert, die die Dachkonstruktion tragen – soll an einen Schiffskorpus erinnern; das Langhaus führt zu einem rechteckigen eingezogenen Chor; Ausschmückung mit byzantinischen, mythologisierenden und romanisierenden Imitationen sowie Jugendstilelementen
  • Radleuchter hat die Form eines Schiffssteuerrads
Geschichte:
20.09.1907:   Grundsteinlegung, Architekt Karl Mohrmann
28.06.1908:   Einweihung
1956:   Verleihung des Zusatznamens Gustav-Adolf-Kirche
2005:   Abschluss der 2000 begonnenen großen Sanierung, mit der die durch Fäulnis und Pilzbefall beschädigte Holzkonstruktion instand gesetzt und durch Stahlfüße und Bleiabdeckungen des Sockels vor weiterer Verrottung geschützt wurde; die äußere vertikale Wellschalung wurde nach norwegischem Vorbild mit Nut und Feder versehen und hinterlüftet sowie eine winddichte Sperrholzplatte zwischen Außen und Innenschaltung angebracht
15.05.2005:   Einweihung des Carillons im Glockenturm
Wichtige Persönlichkeiten:
Namenspatron:  Adolf, Gustav II (* 1594 in Stockholm; † 1632 bei Lützen, Kurfürstentum Sachsen; König von Schweden, dessen Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg die Existenz des Protestantismus in Deutschland sicherte)
Abmessungen:
Sitzplätze:  240
Quellen
Götz, Jürgen, et al.: Goslar-Hahnenklee. Stabkirche Hahnenklee - Gustav-Adolf-Stabkirche, Kunstverlag Peda, Passau 2007
Ingenieurbüro Götz und Ilsemann, Hildesheim: DIE STABKIRCHE HAHNENKLEE IM KONTEXT ZU KIRCHEN IN NORWEGEN, 2011, http://www.goetz-ilsemann.de/index_htm_files/PPP Hahnenklee.pdf, abgerufen 16.08.2020
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TuK Bassler
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