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Key Image Kirche (Ehem. Synagoge) Rexingen
Freudenstädter Straße 14
72160 Horb (Rexingen)
Germany
Denomination: Lutheran
Congregation: Kirchengemeinde Horb-Dettingen (Ev. Landeskirche in Württemberg, Prälatur Reutlingen, Dekanat Sulz/Neckar)
Geogr. Coordinates: 48.43997° N, 8.64939° E
Geo Location
Reference year: 1837
Architectural style: Neoklassizistisch
Building type: Synagoge
Description: Gottesdienstraum und Gemeindezentrum in ehemaliger Synagoge im Rundbogenstil
Name derivation: Nach der ursprünglichen Bestimmung als Synagoge
History:
18/08/1837:   Einweihung der neuen Synagoge der jüdischen Gemeinde Rexingen, die „schönste Synagoge des Rabbinatsbezirks“ bietet 500-600 Personen Platz
1862:   Bemalung des Plafonds und Anstrich des Holzwerks
1927:   Aufnahme der Synagoge in die Liste der denkmalgeschützten Gebäude
06/02/1938:   Festgottesdienst, mit dem die erste Auswanderergruppe der Rexinger Juden ins englische Mandatsgebiet Palästina verabschiedet wird
09/11/1938:   Schändung und Zerstörung der Synagoge durch die SA in der Reichspogromnacht; das Gebäude bleibt stehen, aber das Gotteshaus brennt völlig aus
1939:   Verkauf der nach der Schändung nicht mehr weitergenutzten Synagoge an die bürgerliche Gemeinde. Die Synagoge wird von den Nationalsozialisten aus der Liste der denkmalgeschützten Gebäude gestrichen
1943:   Die Synagoge wird als Lagerraum an die Oberndorfer Waffenfabrik Mauser vermietet
1952:   Nach Fürsprache der Israelitischen Kultusvereinigung Württembergs vermietet die bürgerliche Gemeinde die Synagoge an die evangelische Gemeinde, die sie für ihre Zwecke umbaut: Auf Höhe der Frauenempore wurde eine Zwischendecke eingezogen; der obere Raum dient nun als Gottesdienstraum, die neu entstandenen Räume im unteren Geschoss als Gemeinderäume. Auf dem Dach wurde ein kleiner Glockenturm angebracht und das Fenster an der Ostseite in Form einer Halbrosette wurde durch ein schmales, hohes Gittersprossenfenster ersetzt
1972:   Die ehemalige Synagoge wird wieder unter Denkmalschutz gestellt
1997:   Gründung des Träger- und Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen, um den Erhalt und die Restaurierung des Gebäudes sicherzustellen und die jüdische Geschichte des Dorfes zu erforschen und zu dokumentieren. Der Verein erhält das renovierungsbedürftige Gebäude ohne Kosten und übernimmt dafür die Aufgabe, die Restaurierung und Erhaltung der Ehemaligen Synagoge zu sichern
2003:   Abschluss der Grundsicherung des Gebäudes und der Innenrenovierung des Gottesdienstraumes
2010:   Renovierung des Dachs
Sources
Ehemalige Synagoge Rexingen e.V., http://www.ehemalige-synagoge-rexingen.de/
© 2020
TuK Bassler
CC-BY-SA 4.0