Visit-a-Church
Key Image Remigiuskirche
Friedhofstraße
72202 Nagold
Germany
Denomination: Lutheran
Congregation: Evang. Kirchengemeinde Nagold (Ev. Landeskirche in Württemberg, Prälatur Reutlingen, Dekanat Nagold)
Geogr. Coordinates: 48.54392° N, 8.71412° E
Geo Location
Reference year: 710
Architectural style: Gotik
Building type: Saalkirche
Description: Überwiegend gotische, einschiffige Kirche mit Chor, südlich angebauter Taufkapelle und Nordturm
Name derivation: Nach Remigius, Bischof von Reims und „Apostel der Franken“
Bells
  • Drei Glocken von Gebr. Bachert, Kochendorf (1966)
Outside facilities
  • Friedhof bereits in vorchristlicher Zeit und nachweislich durchgehend ab 720 genutzt
Noteworthy
  • Römischer Basisstein (auf der Nordseite vor der Kirche aufgestellt)
  • Steinmetzzeichen am Portal (16. Jh.)
  • Grabmal der Veronica Bäurlin, Frau des Nagolder Untervogts (gest. 1575)
Altar
  • Altar entworfen von Wilhelm Pfeiffer, Tübingen (1965)
Font
  • Romanischer Taufstein aus rotem Buntsandstein (um 950), Gitterauflage entworfen 1964 von Wilhelm Pfeiffer, Tübingen
Organ
  • Orgel erbaut 1966 von Fa. Max Bader, Hardheim/Odenwald; 1.416 Pfeifen, 19 Register, 2 Manuale und Pedal
Windows
  • Bandornamentik im Fensterrahmen (um 1000)
  • Glasfenster im Chor und in der Taufkapelle (Emil Kiess, 1964)
Noteworthy
  • Triumphbogen zwischen Langhaus und Chor, ruhend auf römischen Säulen
  • Sakramentsnische und Waschbecken („Piscina“) in der nördl. Chorwand (um 950), schmiedeeiserne Türen 1965 von Wilhelm Pfeiffer, Tübingen
  • Fresken im Langhaus (14. Jh.): Zwei durch Friese voneinander getrennte Reihen, oben Kindheit Jeus, unten Passion Christi, sowie am Triumphbogen der Erzengel Michael als Seelenwäger (in der Reformationszeit übermalt, 1884 wiederentdeckt)
  • Fresko in der Taufkapelle (ca. 1500–1520): Hl. Apollonia, Margarete und Ursula
  • Schlussstein im Gewölbe der Taufkapelle: Relief mit Kreuz und zwei daranhängenden Marterwerkzeugen (ca. 1500–1520)
  • Kruzifix (unbekannter Meister, 17. Jh.)
History:
2th cent.:   Bau eines römischen Gutshofs („villa rustica“)
Early 8th cent.:   Bau einer merowingischen, quadratischen Kirche auf den Grundmauern der villa rustica
Early 9th cent.:   Bau einer karolingischen Apsiskirche
About 900:   Erweiterung der Kirche um Seitenapsiden
About 950:   Umbau der Kirche mit quadratischem Chor
Early 12th cent.:   Bau des Turms, der die nördliche Seitenapsis ersetzt
Early 14th cent.:   Bau des polygonalen Chors (oder erst 1500–1550), Ausmalung mit Fresken, Umwandlung des südlichen Seitenschiffs in eine Taufkapelle, Wegfall der südlichen Seitenapsis
1327:   Remigiuskirche wird Eigentum des Klosters Stein am Rhein
About 1400:   Reparatur des Triumphbogens, Umbau des Langhauses
1550:   Fertigstellung des polygonalen Chors (falls nicht schon im 14. Jh.), Fenster und Portal im Langhaus, Maßwerk im Chorfenster, Kreuzrippengewölbe und Fresko in der Taufkapelle
1608:   Renovierung
1808:   Außenrenovierung
1884:   Innenrenovierung
1920:   Renovierung und Freilegung der Fresken, Einrichtung einer Kriegergedächtnisstätte im Chor
1924:   Grabung im Friedhof, Entdeckung der villa rustica
1964:   Archäologische Grabungen außen und innen (seit 1961)
1965:   Erneuerung der Bausubstanz, Restaurierung der Fresken, moderne Einrichtung
04/04/1965:   Einweihung als Gemeindekirche
Important persons:
Künstler:  Kiess, Emil (1930–, Maler, Bildhauer und Glasmaler aus Trossingen, lebt und arbeitet in Hüfingen-Fürstenberg)
Namenspatron:  Remigius (436–533, Bischof von Reims, „Apostel der Franken“, tauft 496 Chlodwig, den König der Franken)
Dimensions:
Number of Seats:  240
Sources
Bruckner, Judith: Die Remigiuskirche in Nagold, Evang. Remigiuskirchengemeinde, Nagold 1998
© 2020
TuK Bassler
CC-BY-SA 4.0