Visit-a-Church
Key Image Oberhofenkirche
Ziegelstraße 2
73033 Göppingen
Deutschland
Konfession: Ev.-luth.
Gemeinde: Evang. Stadtkirchengemeinde Oberhofen (Ev. Landeskirche in Württemberg, Prälatur Ulm, Dekanat Göppingen)
Geogr. Koordinaten: 48,70561° N, 9,65847° O
Geo Location
Referenzjahr: 1490
Baustil: Gotik
Gebäudetyp: Hallenkirche
Beschreibung: Spätgotische Hallenkirche mit zwei Chorflankentürmen und überhöhtem Chor mit 5/8-Schluss
Namensgebung: Nach dem Göppinger Stadtteil Oberhofen, in dem die Kirche gelegen ist
Glocken
  • 3 der 4 Glocken von der Stuttgarter Glockengießerei Heinrich Kurtz, 1950
Außenanlagen
  • Alter Friedhof und Mörikeanlagen
Sehenswert
  • Westportal mit Maßwerkgalerie und Grotesken, 1873
Orgel
  • Kurt Oesterle, 1971, 41 Register auf 3 Manualen und Pedal
Fenster
  • Mittleres Chorfenster von Walter Kohler, 1940; die beiden rechts und links von seinem Sohn, Wolf-Dieter Kohler, 1983
Sehenswert
  • Gewölbe und Schlusssteine im nördlichen Querhaus, in der südlichen Eingangshalle und in der Zillenhartkapelle
  • Chorgestühl um 1500
  • Fresken an der Nordseite des Chors ("Die Gefallenen von Mutzenreis", 1449) und beim Südportal (Hohenstaufenfresko, um 1490): Darstellung der Kirchenstiftung durch zwei Frauen, die ein Kirchenmodell präsentieren mit dem einzig erhaltenen Bild der unzerstörten Burg Hohenstaufen,1938 freigelegt
  • Holzkruzifix, 1510
  • Barocke Stuckdecke, 1686 mit württembergischem Herzogswappen
  • (Barock-)Epitaphe
Geschichte:
Um 1220:   Bau der romanischen Vorgängerkirche (Basilika)
11.11.1436:   Grundsteinlegung am Martinstag
15.08.1448:   Errichtung des Chorherrenstifts durch den Propst der Stuttgarter Stiftskirche
Um 1450:   Vollendung des Chors
1490:   Vollendung des Langhauses
05.01.1535:   Auflösung des Chorherrenstifts
1619:   Übergang der Pfarrkirchenrechte auf die Stadtkirche
1639:   Versuch der Restituierung des Stifts mit Jesuiten unter österreichischer Herrschaft (Ende 1648)
20.04.1650:   Befehl zur Wiederherstellung der vom Einsturz bedrohten Kirche durch Herzog Eberhard III.
1687:   Abschluss der Restaurierung und Einzug der barocken Stuckdecke
18. Jh.:   Nutzung als Begräbniskirche und in den Napoleonischen Kriegen als Lazarett und Pferdestall
23.05.1836:   Von Bürgern veranstaltetes "Liederfest", das zur Wiederherstellung der Kirche führt
1839:   Wiederaufnahme der gottesdienstlichen Nutzung
1857:   Gründung des "Oberhovenvereins" zum Zweck die Kirche stilgerecht (gotisch) zu restaurieren: Fenster, Maßwerk, Chor
1884:   Errichtung des Turmhelms des Nordturms
1900:   Fertigstellung der Südfront und Erreichung des heutigen Aussehens
1902:   Einrichtung als 2. ev. Pfarrkirche
1938:   Innenrenovierung
2008:   Abschluss der 2001 begonnenen Außenrenovierung
2013:   Abschluss der Innenrenovierung
Wichtige Persönlichkeiten:
Künstler:  Kohler, Walter (1903–1945, deutscher Kunst- und Glasmaler und Mitbegründer der Stuttgarter Sezession)
Kohler, Wolf-Dieter (1928–1985, deutscher Kunst- und Glasmaler, vorwiegend im südwestdeutschen Raum tätig)
Abmessungen:
Länge [m]:  49,5
Breite [m]:  15
Quellen
Haas, Margit: Oberhofenkirche Göppingen, Edition Oberhofen, 2005
Reyle, Martin: Oberhofenkirche Göppingen, Schnell & Steiner, 1986
Wikipedia: Oberhofenkirche (Göppingen), https://de.wikipedia.org/wiki/Oberhofenkirche_(Göppingen), abgerufen 18.04.2021
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TuK Bassler
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