Visit-a-Church
Key Image Dom St. Peter
Domplatz
67547 Worms
Deutschland
Konfession: Röm.-kath.
Gemeinde: Pfarrgruppe Dom St. Peter und St. Martin (Bistum Mainz, Dekanat Worms)
Geogr. Koordinaten: 49,63003° N, 8,35996° O
Geo Location
Referenzjahr: 1181
Baustil: Romanik
Gebäudetyp: Basilika
Beschreibung: Spätromanische, doppelchörige Pfeilerbasilika im gebundenen System mit einem Querschiff; ein Zentralturm befindet sich auf der Vierung, ein weiterer auf dem westlichen Chor; beide Choranlagen sind flankiert von je zwei runden Treppentürmen
Namensgebung: Nach dem Apostel Petrus; Bezeichnung Kaiserdom wegen der Grablege der Familie Konrads II., dem Kaiser im römisch-deutschen Reich bis 1039
Glocken
  • 8-stimmiges Geläut von 1949 und 2018
Altar
  • Barocker Hochaltar von Balthasar Neumann
  • Altar aus Stampflehm mit zugehörigem Ambo in der Vierung (Anna Heringer, Martin Lauch, 2018)
Taufbecken
  • Spätgotischer Taufstein in der Nikolauskapelle aus der im 19. Jahrhundert abgerissenen Johanneskirche
Orgel
  • Schwalbennestorgel der Firma Klais mit drei Manualen und 34 Registern, 1985; 2007 durch die Erbauerfirma geringfügig umdisponiert und neu intoniert
  • Chororgel erbaut 1996 durch Firma Oberlinger (Windesheim); 18 Register, 2 Manuale und Pedal
Fenster
  • Glasfenster von Heinz Hindorf in der Nikolauskapelle
Sehenswert
  • Spätgotische Reliefs (1487–1515) aus dem ehemaligen Kreuzgang, heute im nördlichen Seitenschiff
  • Gotische Schnitzaltar aus Süddeutschland in der Nikolauskapelle
  • Gotischer Dreijungfrauenstein aus dem abgebrochenem Bergkloster, westlich von Worms; die Inschriften nennen die Namen: Embede, Warbede und Willebede
Geschichte:
Um 1000:   Beginn der Planung eines Domes durch Burchard, Bischof von Worms
1018:   Erste Weihe des Doms
1130:   Abriss und Neuerrichtung des Doms
1144:   Fertigstellung des Ostteils mit Querschiff, Türmen und Vierungsturm
02.05.1181:   Weihe nach Fertigstellung des Westchors und der übrigen Türme
1315:   Fertigstellung der Nikolauskapelle
1648:   Starke Beschädigungen im 30-jährigen Krieg
1697:   Verwüstung und Plünderung in den Pfälzischen Eroberungskriegen; ein Versuch den Dom zu sprengen, misslang, allerdings brannte er völlig aus, darum ist die Inneneinrichtung fast ausschließlich in barockem Stil gehalten
1792:   Eroberung von Worms durch französische Revolutionstruppen; der Dom diente als Pferdestall und Lagerspeicher
1886:   Beginn einer gründlichen Außen- und Innenrenovierung; der Westchor musste bis auf die Grundmauern erneuert werden
21.09.1921:   Zerstörung aller Fenster durch Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes
1925:   Erhebung durch Papst Pius XI. zur „Basilica minor“
1935:   Abschluss der Renovation
1945:   Erhebliche Beschädigungen durch Fliegerangriffe
21.11.2018:   Weihe des neuen Altars in der Vierung
Wichtige Persönlichkeiten:
Namenspatron:  Petrus (1–64 (?), Apostel und Märtyrer)
Abmessungen:
Spannweite innen [m]:  12
Höhe innen [m]:  27
Quellen
Pfarrgruppe Dom St. Peter und St. Martin: Dom St. Peter, https://bistummainz.de/pfarrgruppe/worms-dom-st-peter/kirchen/Dom-St.-Peter/Oeffnungszeiten-Lage-Geschichte/, abgerufen 02.01.2021
Wikipedia: Wormser Dom, https://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Dom?veaction=edit, abgerufen 02.01.2021
von Winterfeld, Dethard: Der Dom zu Worms, Karl Robert Langewiesche Nachfolger hans Köster Verlagsbuchhandlung, Königstein im Taunus 2003
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TuK Bassler
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