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Key Image Apostelkirche
An der Apostelkirche 5
48143 Münster
Germany
Denomination: Protestant
Congregation: Evang. Apostel-Kirchengemeinde (Evangelische Kirche von Westfalen, Kirchenkreis Münster)
Geogr. Coordinates: 51.96472° N, 7.62778° E
Geo Location
Reference year: 1275
Architectural style: Gotik
Building type: Hallenkirche
Description: Erste rein gotische Hallenkirche in Westfalen; nur Dachreiter und kein Turm, da die Kirche für einen Bettelorden erbaut wurde
Name derivation: 1922 Umbenennung, evt. zur Erinnerung an die Apostelfiguren am ehemaligen Lettner
Bells
  • Dreistimmiges Geläut vom aus Lothringen stammenden Glockengießer Peter Hemony 1675 in Amsterdam gefertigt
Altar
  • Flügelaltar im südlichen Seitenschiff, 1950, Hermann Oetken aus Delmenhorst
Font
  • Aus Baumberger Kalksandstein; ebenso wie Kruzifix, Genesis-Scheibe, Ambo und Osterleuchter von H. G. Bücker, 1976-79
Organ
  • 1968 von Paul Ott, Göttingen, gebaut und 1990 von Karl Schuke, Berlin, überarbeitet, 38 Register
Windows
  • Buntglasfenster nur im Chor und in der Rosette über dem Seiteneingang (Südseite); die Entwürfe stammen von Paul Weigmann (1990/92) und Hubert Spierling (1999/2000)
Noteworthy
  • Malereien im Gewölbe aus unterschiedlichen Epochen, die ältesten sind 2. Hälfte 15. Jh.
  • Friedensarbeit, dargestellt in vier Steinen verteilt auf den Friedenssaal, die kath. Lambertikirche, die ev. Apostelkirche und die Synagoge, von Ulf Lebahn, 1998 (350 Jahre nach dem Westfälischen Frieden)
History:
Late 13th cent.:   Entstehung des Klosters der Franziskanerminoriten, zu dem die Apostelkirche gehörte; die Kirche bestand ursprünglich aus nur zwei Schiffen, dem Mittel- und dem südlichen Seitenschiff zu je sechs Jochen, dazu dem Chorraum aus drei Jochen mit 5/8-Abschluss; das ursprüngliche Patrozinium war Katharina von Alexandria
1508:   Kirche um zwei Joche nach Westen erweitert; gleichzeitig wurde ein nördliches Seitenschiff angefügt und am bisherigen Bau entlang bis zum Kreuzgang weitergeführt, von Westen vier Joche umfassend
1659:   Abschluss der 1654 begonnenen Vollendung des Nordschiffs; Baumeister Franz Gaugrebe aus Bielefeld
1803:   Die Preußen und später Napoleon beanspruchen Kirche und Kloster als Kaserne
1818:   Unter Leitung von Karl Friedrich Schinkel wurde die Kirche wiederhergestellt; der Chorraum wurde wieder geöffnet, die Wohnungen entfernt
1822:   Einweihung der Kirche
18/01/1840:   Kirche geht in den Besitz der Zivilgemeinde über, weiterhin auch Gottesdienste der Militärgemeinde
1869:   Abschluss der 1867 begonnenen Restaurierung
19/12/1922:   Beschluss des Presbyteriums, die Kirche künftig "Apostelkirche" zu nennen
1937:   Umfangreiche Restaurierung
1964:   Abschluss des Wiederaufbaus nach dem Krieg in möglichst enger Anlehnung an den ursprünglichen Zustand; 1949 konnte der erste Gottesdienst in der erneuerten Kirche gefeiert werden
1979:   Neugestaltung von Chor und Taufkapelle gegenüber dem Eingang durch den Bildhauer Heinrich Gerhard Bükker aus Beckum-Vellern
Important persons:
Architekt:  Schinkel, Karl Friedrich (1781–1841, preußischer Architekt und Stadtplaner des Klassizismus und Historismus)
Orgelbauer:  Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH (Orgelbauunternehmen in Berlin, gegründet 1950 als Berliner Werkstatt des Potsdamer Orgelbauers Schuke, ab 1953 selbstständig unter der heutigen Firmierung)
ehemalige Namenspatronin:  Catherine (?–307, martyr, one of the Fourteen Holy Helpers)
Sources
Moes, Johann-Friedrich: Apostelkirche: Geschichte der Apostelkirche, http://www.apostelkirchengemeinde-muenster.de/
Wikipedia: Apostelkirche (Münster), https://de.wikipedia.org/wiki/Apostelkirche_(Münster)
© 2020
TuK Bassler
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