Visit-a-Church
Key Image Hospitalkirche
Büchsenstraße 33
70174 Stuttgart
Germany
Denomination: Lutheran
Congregation: Hospitalgemeinde Stuttgart
Geogr. Coordinates: 48.77762° N, 9.17285° E
Geo Location
Reference year: 1493
Architectural style: Gotik
Building type: Hallenkirche
Description: Umgebauter Chor einer gotischen Hallenkirche (Klosterkirche) mit angefügtem Barockturm
Name derivation: Nach dem Spital, das von Katharina von Wirtemberg-Helfenstein gestiftet und zur Zeit der Reformation in das beschlagnahmte und aufgelöste Dominikanerkloster verlegt wurde
Bells
  • Sechs Glocken, Glockengießerei Heinrich Kurtz, Stuttgart
Noteworthy
  • Von Bildhauer Jakob Brüllmann geschaffenes, im Jahr 1917 aus Anlass der 400-Jahr-Feier der Reformation aufgestelltes Reformationsdenkmal
Font
  • 1809 erhielt die Kirche die Taufrechte und stellt einen gotisierenden Taufstein auf. 2015 wird der Taufstein aus den im Sindelfinger Wald deponierten Trümmern der zerstörten Kirche wieder an seinen alten Ort zurückgeführt.
Organ
  • Durch Orgelbaufirma C. G. Weigle 1961 erbaut nach den Vorgaben von Helmut Bornefeld mit 33 Registern auf 3 Manualen und Pedal (2520 Pfeifen); 2004/05 um sieben Register erweitert
Windows
  • Drei Fenster im Chor der Nachkriegs-Hospitalkirche von Prof. Rudolf Yelin, die beiden anschließenden Südfenster von Wolf-Dieter Kohler
Noteworthy
  • Kreuzigungsgruppe von Hans Seyfer im Chor, 1501
  • Grabdenkmal des Obersten Freiherrn Benjamin von Bouwinghausen-Wallmerode (1570 – 1635) und seiner beiden Frauen
History:
1468:   Fertigstellung der Vorgängerkirche, einer kleinen Kapelle, die Graf Ulrich V. von Württemberg-Stuttgart 1468 als »Unser Frowen Kirch« erbauen ließ
1471:   Baubeginn
1473:   Gründung eines Dominikaner-Observantenklosters verbunden mit der Schenkung des Geländes an den Orden durch Graf Ulrich
1493:   Fertigstellung (Baumeister Aberlin Jörg, Conrad von Gundelsheim) als Sakralraum eines Bettelordens und 3-schiffige Hallenkirche mit 1710 Sitz- und 800 Stehplätzen
1536:   Aufhebung des Klosters und Übergabe von Kirche und Kloster an die Stadt mit der Bestimmung, »in solchem Spital die Pfröndtner und Armen zu unterhalten«; Umbenennung in »Hospitalkirche«
05/02/1536:   Umbenennung und Übergabe an die Stadt
1738:   Abschluss des 1730 begonnenen Baus des Kirchturms mit Glockenstuhl und Uhr
1809:   Die Hospitalkirche wird zur Parochialkirche bestimmt und erhält die Taufrechte
1822:   Bei einer umfassenden Erneuerung der Kirche 1821/22 werden anstelle der alten glatten Decke im Schiff hölzerne Schein-Kreuzgewölbe eingebaut und neue Emporen errichtet. In die nördliche Wand der Kirche werden Fenster gesetzt
1944:   In den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs auf die nördliche Innenstadt wird das Kirchenschiff fast völlig zerstört. Lange bleibt offen, ob und wie die Hospitalkirche wiederaufgebaut wird. Architekt wird Rudolf Lempp, der unter Verwendung und Erweiterung des erhalten gebliebenen Chores eine kleinere Kirche mit 630 Sitzplätzen baut. Die Südmauer der historischen Kirche soll an die Zerstörungen des Krieges und an die Bedeutung der alten Hospitalkirche erinnern – ein sichtbares Memento gegen Krieg und Gewalt.
21/02/1960:   Wiedereinweihung als letzte der drei einst von Aberlin Jörg erbauten Stuttgarter Kirchen
11/04/1960:   Installierung der 6. Glocke
05/03/2017:   Wiedereröffnung nach der Sanierung, Renovierung und Umgestaltung durch Arno Lederer
Important persons:
Architekt:  Jörg, Aberlin (1420–1492 (ca.), bedeutendster Architekt und Baumeister des spätgotischen Kirchenbaus in Württemberg)
Geistlicher:  Schnepf, Erhard (1495–1558, luther. Theologe, Reformator, Generalsuperintendent des Herzogtums Württemberg und Hochschullehrer)
Künstler:  Yelin, Rudolf d. J. (Stuttgarter Glasmaler, 1902 bis 1991)
Kohler, Wolf-Dieter (1928–1985, deutscher Kunst- und Glasmaler, vorwiegend im südwestdeutschen Raum tätig)
Dimensions:
Tower Height [m]:  52
Sources
Hospitalkirche Stuttgart: Zur Geschichte der Hospitalkirche, https://www.hospitalkirche-stuttgart.de/geschichte/, retrieved 26/11/2017
Sauer, Paul: 500 Jahre Hospitalkirche, Klett-Cotta, Stuttgart 1993
© 2020
TuK Bassler
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